
Lange Zeit strebte ich nach technischer Perfektion in meinen Bildern. Sie sollten möglichst rauschfrei, ideal geschnitten, farblich korrekt und ausbalanciert sein.
Je näher ich meiner Idealvorstellung eines sauberen Bildes kam, desto emotionsloser kam es mit vor. Ich dachte, es läge daran, dass das Foto eben nicht gut genug wäre. Und genau das war es dann meist auch nicht. Jedoch nicht wie angenommen in technischer Hinsicht, sondern in der Qualität des Bildinhaltes.
Was lange Zeit von mir vernachlässig wurde, war in erster Linie nicht nur die Emotion, die das Foto beim Betrachter vermitteln sollte – Es war zudem ebenfalls die Emotion, die mir während des Momentes in dem es Klick macht fehlte. Wie kann ich erwarten, dass eine Aufnahme beim Anschauen ein Gefühl auslöst, wenn ich es während des eigentlichen Momentes nicht hatte?
Seit einigen Monaten versuche ich nun nicht nur gute Fotos zu machen, sondern Momente des Gefühls einzufangen. Interessanter Weise habe ich seither ein besseres Gefühl beim Shoot, beim Bearbeitungsprozess und beim anschließenden Genießen und Präsentieren meiner Werke.
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Zeilen, die einen zum Nachdenken anregen Mirko.
Deine Einschätzung ist sicher richtig. Sobald man versucht ein Bild bis ins letzte Detail auszufeilen gehen zweifelsohne Emotionen verloren (entweder weil der Part vor der Kamera nicht mehr mitspielt oder der Part hinter der Kamera).
Man sollte wieder mehr darauf achten eher “der stille Beobachter” zu sein, statt zu dirigieren – gerade wenn es um Gefühlsechtheit geht. Da sind uns die besten Lehrmeister sicher die eigenen Haustiere. Die tun das was sie wollen und wenn man Pech hat sitzt man Stunden hinter der Kamera und bekommt kein gescheites Bild hin. (Weil es auf “Zwang” sein soll)
Meine Gedanken dazu.
Da geb ich Dir absolut Recht. Konzentration auf das Wesentliche (in meinen Augen das Motiv und nicht unbedingt das “technische” Bild)